“PINK”-Gastspiel am Lessingtheater Wolfenbüttel

Im Kammerspiel überzeugen die beiden Hauptdarsteller in einem temporeichen Kräftespiel (…) kurzweilig und mit witzigen Einlagen, etwa wenn Dollinger den Song „Just a gigolo“ auf sehr unterhaltsame Art und tanzend interpretiert.

Auf der Bühne
01.11.2018

Nach rund zwei Jahren unfreiwilliger Spielpause wird das musikalische Kammerspiel “PINK – MANCHMAL BRAUCHT’S NUR EINEN LIPPENSTIFT” von Regine Gebhardt, das im Oktober 2018 im RENAISSANCE-THEATER BERLIN Uraufführung feierte, im Januar 2022 wieder aufgenommen. Im Februar 2020 fand unsere letzte Vorstellung in Berlin statt, während weitere, geplante dem Corona-Lockdown zum Opfer fielen.  Doch nun holt das LESSINGTHEATER WOLFENBÜTTEL das Zwei-Personen-Duell exklusiv zurück auf die Bühne: Ursprünglich für 2021 angesetzt, spielen wir es nun am 15. und 16. Januar 2022 vor ausverkauftem Haus. Bereits in der ersten Vorverkaufswoche im September waren alle Karten vergriffen. Für mich bedeutet dieses Kammerspiel mit Musik nach der Strauss-Oper “ARIADNE AUF NAXOS” und zwischen den zahlreichen “EVITA”-Vorstellungen am SAARLÄNDISCHEN STAATSTHEATER SAARBRÜCKEN eine willkommene Abwechslung, da “PINK – MANCHMAL BRAUCHT’S NUR EINEN LIPPENSTIFT” fast ein reines Schauspiel mit Musik ist. Infolgedessen freue ich mich zum einen auf die herausfordernde Verantwortung, zu zweit einen ganzen Abend zu gestalten, und zum anderen nach vielen, vor allem gesangsbetonten Stücken auf 2h-Sprechtext.

Max Dollinger – Bühnenfoto

Zum Inhalt: Das Stück handelt von der Biographie der amerikanischen Beautyqueen Elisabeth Arden, einer der ersten Frauen an der Spitze eines erfolgreichen Unternehmens. Anlässlich des Todes  ihrer stetigen Konkurrentin Helena Rubinstein sucht der junge Journalist, Thomas Jenkins Lewis, sie auf und lässt sich trotz Ardens dominanter Art und abgehobenen Auftretens nicht so schnell abwimmeln. Sein Glück: Zufälligerweise ist er »ihr Typ«: jung, attraktiv und groß gewachsen. Im angeregten Gesprächsduell, beschließt er, ein Portrait  über die beiden größten Beautyqueens des 20. Jahrhunderts, “Madame Rubinstein” und “Miss Arden”, zu schreiben.  Der arbeitssüchtigen und zugleich einsamen Elizabeth Arden gefällt der junge Mann so gut, dass sie versucht, Lewis kurzerhand in ihre Dienste zu nehmen. Ein subtiles Spiel um Macht und Dominanz beginnt, bei der Lewis mit Charme und Raffinesse vielleicht ungeahnte Hintergründe aus Arden herauskitzeln kann…

Leere Zuschauerreihen mit roten Sitzen im Parkett sowie auf zwei Rängen
Zuschauerraum_Lessingtheater-Wolfenbüttel

“Fun Fact” am Rande: 2014 stand ich bereits schon mal auf dieser Bühne und habe von dort aus das Foto, das hier unten sowie im Titelbild zu sehen ist, selbst geschossen. Damals fand der BUNDESWETTBEWERB von JUGEND MUSIZIERT in der Sparte “KLASSISCHER GESANG SOLO” in der jüngeren Alterskategorie dort statt. Lustigerweise hat sich herausgestellt, dass viele spätere Kolleg*innen wie häufig in der Klassik- oder Theaterbranche damals auch dort waren – und man sich vom Sehen kannte. Auch wenn ich damals nur einen ZWEITEN PREIS erhielt, freue ich mich wieder zurückzukehren – dieses Mal mit einem ganz anderen Genre und ganz ohne eine Jury.

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