Kurt Tucholsky: Lachen ohne Weinen

Musikalisch-literarisches Programm für Gesang, Rezitation und Klavier

In einer extrem facettenreichen Mischung verknüpften die drei Künstler nicht nur Gesang, Rezitation und Klavierspiel auf höchstem Niveau, sondern auch Tucholskys satirische Texte und Chansons mit Charme, Witz und Tiefgang zu einem Reigen, der von den Tücken der Ehe bis hin zum Erstarken einer rechten Strömung in der Weimarer Politik und im Heute reichte, sodass einem als Zuhörer mehr als einmal das Lachen im Hals stecken blieb.

Frankenpost
23.09.2019

Vor allem die Gleichzeitigkeit scheinbarer Gegensätze prägte den Werdegang und die Werke des Satirikers Kurt Tucholsky, da er sowohl die tagesaktuelle Politik als auch die ganz alltäglichen Probleme des einfachen Mannes in seinen Texten thematisierte, die Gesellschaft in der Zeitung scharf verurteilte und gleichzeitig diese im Varieté bestens bespaßte.

Diese Diskrepanz spiegelt sich auch in der Konzeption von „Kurt Tucholsky: Lachen ohne Weinen“ wieder: Der erste Teil widmet sich der Politik, Arbeitswelt und Gesellschaft, der zweite dem Alltag und den zwischenmenschlichen Beziehungen. Tucholskys eigene Gedankenblitze, sogenannte „Schnipsel“ aus seinen Notizen, verbinden die abwechselnden Rezitationen und Musiknummern, die von Kabarettstücken über erschütternde Chansons bis hin zum Schlager reichen, miteinander.

“Lachen ohne Weinen” ist so gewitzt wie tiefsinnig.

Frankenpost
23.09.2019

Neben Kompositionen seiner Zeit von Friedrich Hollaender, Hanns Eisler sowie Benedikt Eichhorn wird auch eine Uraufführung erklingen. Über manche Zeitlosigkeit von Geschlechterklischees bis hin zur Erstarkung der Rechten werden sich die Zuhörer*innen wundern, erschrocken sein – über die Satire lachen und weinen?

Max Dollinger – Kurt Tucholsky Lachen ohne Weinen
© Christine Wild
Kurt Tucholsky – Plakat "Lachen ohne Weinen"
Max Dollinger – Kurt Tucholsky Lachen ohne Weinen
© Christine Wild

Referenzen

Theater im Palais Berlin,
Verleihung des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik,
Jubiläumskonzert der Kurt Tucholsky Gesellschaft e.V.,
KlangManufaktur Hofer Symphoniker,
Hotel Elephant Weimar,
Kulturschuppen Garz, Rügen

Mitwirkende

Ilona Blumenthal-Petzold (Rezitation), Wolfgang Skill (Klavier) und Max Dollinger (Gesang, Rezitation)

Equipment

zwei Pulte, zwei Stühle, ein Klavier

Premiere

Datum: 13. Oktober 2018 zum 50-jährigen Jubiläum der Kurt Tucholsky Gesellschaft e.V.
Dauer: ca. 80 Minuten (eine Pause)

Weitere eigene Projekte

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